Das „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts“ (kurz: VD 17) wurde 1996 ins Leben gerufen und stellt eine retrospektive Nationalbibliographie für den Zeitraum von 1601 bis 1700 dar. Diese Bibliographie erstreckt sich auf alle deutschsprachigen Titel und, unabhängig von ihrer Sprache, alle im historischen deutschen Sprachgebiet gedruckten und verlegten Werke des 17. Jahrhunderts. Derzeit enthält die VD 17-Datenbank fast 275.000 Titel mit knapp 650.000 Exemplaren. Damit ist der überwiegende Teil des deutschen Schrifttums aus dem 17. Jahrhundert katalogisiert und für die Wissenschaft zugänglich gemacht.
Das Ziel des VD17-Mainstream-Projekts in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen sieht die Digitalisierung von insgesamt 5.000 Titeln vor. Bei diesen Titeln handelt es sich um ein Viertel der 20.000 Titel umfassenden Gesamtmenge von Werken, die in mehr als drei der am VD 17 beteiligten Bibliotheken nachgewiesen sind und denen aufgrund der weiten Verbreitung eine zentrale Stellung im damaligen Wissenschaftsgefüge zugeschrieben werden kann. Bis zum Jahr 2020 sollen etwa 90 Prozent der insgesamt rund 275.000 im VD17 nachgewiesenen Werke digitalisiert werden.
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